Gift in der Schule
Gefahr durch polychlorierte Biphenyle
PCB (polychlorierte Biphenyle) sind seit der Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten. In Deutschland durften sie, wie auch PCB-haltige Dinge, bereits seit 1989 weder produziert noch verkauft werden. Löbliche Entscheidungen der Regierungen, über denen man leider rasch die Vorgeschichte vergisst.
Vor ihrem Verbot wurden PCB fleißig eingesetzt, so z.B. in den Sechzigern und Siebzigern beim Bau neuer Schulgebäude. Architekten entschieden sich häufig für viel Glas und Beton, die mit PCB-haltiger Fugenmasse verbunden wurden. Diese lässt ständig Gifte in die Luft ab.
Wurden die Gebäude seitdem saniert? Im Gegensatz zum Asbest ist PCB kein Thema in der Öffentlichkeit. Ob die Verantwortlichen sich somit vor hohen Ausgaben zur Schulsanierung drücken? Ob sie lieber Schüler und Lehrer erkranken lassen, als ihnen die Schädlichkeit des Aufenthaltes in alten Schulgebäuden aufzuzeigen?
Die Giftstoffe aus der Raumluft lagern sich in allen Arten von Fettgewebe ab, da sie schwer bis gar nicht abgebaut werden. Folgen sind z.B. Schäden im Immunsystem oder Nervensystem. Lehrerinnen erkranken überdurchschnittlich häufig an Brustkrebs; zudem leiden Lehrer oft an unklaren Muskelstörungen.

