Skip to main content

Reform des deutsch-französischen Jugendwerkes

Deutsch-Französisches Jugendwerk wird reformiert

DFJW in der Reform

Renate Schmidt, Bundesministerin, und ihr französischer Kollege haben die letzten offenen Fragen zur Reform des Abkommens über das Deutsch-Französische Jugendwerk geklärt. Der Ministerrat billigte die Vorschläge zur Reform des Jugendwerkes, das seit 40 Jahren den Austausch von jungen Menschen beider Länder fördert. Ziel ist es, das Deutsch-Französische Jugendwerk an die nach vier Jahrzehnten veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, eine Neudefinition der Aufgaben vorzunehmen und eine effiziente, offene und transparente Verwaltung sicherzustellen.

Basis für die Reformvorschläge waren Vorarbeiten einer Regierungsarbeitsgruppe beider Länder, die im Mai 2004 eingesetzt worden war. Sie hatte unter Einbeziehung zweier Untersuchungen - einer von beiden Jugendministerien eingesetzten Expertengruppe sowie einer Arbeitsgruppe beider Parlamente - die Aufgaben, die Gremien, das Generalsekretariat des Jugendwerkes, das Personalstatut und die Finanzordnung begutachtet und Neuerungen vorgeschlagen.

Die Aufgaben des Jugendwerkes sollen insbesondere auf den Austausch und die vertiefende Beziehung von Jugendlichen, das interkulturelle Lernen, die Förderung der Sprachmotivation, die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements und die Unterstützung von beruflicher Qualifikation konzentriert werden. Das DFJW wird dabei weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Kooperation der beiden Regierungen im Jugendbereich leisten. Es soll ein kleines Entscheidungsgremium und ein größeres beratendes Gremium mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaften gebildet werden. Ferner sollen die Rolle der beiden Generalsekretäre neu gewichtet und Personal- und Finanzstatut überarbeitet werden. Ein entsprechender neuer Abkommentext wird nach der heutigen Einigung der beiden Minister erarbeitet; das neue Abkommen soll Mitte 2005 in Kraft treten.

Das DFJW, 1963 gegründet, wird zu gleichen Teilen aus deutschen und französischen Regierungsbeiträgen finanziert; im Jahr 2004 mit insgesamt 20,5 Millionen Euro. Alljährlich fördert das Jugendwerk rund 7.000 deutsch-französische Begegnungen mit nahezu 200.000 Teilnehmenden. An den Programmen haben seit der Gründung über sieben Millionen Jugendliche teilgenommen. 26.10.2004

Unser Kommentar: Dass Jugendliche bei der Reformfindung beteiligt gewesen seien, ist ein böses Gerücht. Beim Wort "Reformen" stehen vielen in letzter auch die Haare zu Berge. Wenn das mal gut geht ...