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Zivi in der EU

Freiwilligeneinsatz in Frankreich und Rumänien

Als Freiwilliger im Ausland

Siebenbürgen und Marseille

“Bevor ich die Ausbildung beginne, will ich was Sinnvolleres machen - für mich und für andere”, sagt Frieder Lindenfelser zu seinem Schritt, für ein Jahr ins Ausland zu gehen. So beginnt für ihn der Dienst am 1. September in einem Altenheim in Hetzeldorf in Siebenbürgen, zwischen Hermannstadt und Tirgu Mures, der Partnergemeinde der evangelischen Kirchengemeinde Seelbach, gelegen. Über das Altenheim hat Frieder bereits einiges in Erfahrung gebracht. 30 ältere Menschen leben dort, die Umgangssprache ist Deutsch. Zum Heim gehört auch eine Landwirtschaft, die Bewohner versorgen sich weitgehend selbst. Auf das Land hat er sich ebenfalls intensiv vorbereitet und dabei mit Erstaunen festgestellt, wie viele Menschen aus der Gegend Beziehungen zu Rumänien haben.

Neben dem Dienst im Altenheim erwartet Frieder in Rumänien eine zweite Aufgabe. In Medischasch soll er eine Homepage für die Diakonie aufbauen. “Ein Kontrastprogramm” , das er gerne macht, zumal er mit Computern Erfahrung hat. Und nicht zuletzt will er das Jahr nutzen, um Rumänisch zu lernen, was ihm, wie er meint, einfacher fallen wird, als seiner Schwester die tschechische Sprache, da Rumänisch zum romanischen Sprachraum gehört.

“Marseille ist nicht nur Touristenstadt”, beugt Lukas gleich eventuell aufkommendem Neid vor. “Der Ausländeranteil in Marseille ist groß, neben Ghettos gibt es auch kleinere Armenviertel mit vielen Problemen. Ich habe da heftige Dinge mitbekommen” , stellt er fest, nachdem er eine Woche dort war, um sich an seinem Arbeitsplatz vorzustellen und sich erste Informationen über sein Aufgabengebiet zu holen.

Er wird vom 1. September an ein Jahr bei der “Fraternité de la Belle de Mai” arbeiten, die in Frankreich verschiedene Einrichtungen hat. In Marseille ist sie in zwei Bereichen tätig. Sie kümmert sich um Arbeitslose und Obdachlose, die nicht mehr klarkommen. Der zweite Bereich ist die Kinderbetreuung. Die Kinder kommen mehrmals in der Woche und werden betreut. In den Ferien kommen die Kinder sogar ganztags.

“Bevor ich im Zivildienst Busse fahre, will ich etwas Sinnvolleres machen - für mich und andere.”

Er rechnet damit, dass er in beiden Bereichen eingesetzt wird. “Ich hoffe, dass ich auch wirklich helfen kann”, sagt er, nach seinen Erwartungen gefragt. Im Übrigen will er das machen, was eben getan werden muss. Persönlich will er neue Erfahrungen sammeln, beispielsweise auf eigenen Beinen zu stehen und sich selbst organisieren zu können. Und er hofft dass die neuen Erfahrungen mithelfen, den richtigen Berufsweg einzuschlagen.

Kontaktadressen: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Auguststraße 80, 10117 Berlin, 030728395-184, Fax 030/28395-135, asf@asf-ev.de, www.asf-ev.de

Arbeitsstelle Frieden im Amt für Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Landeskirche, Blumenstraße 1-7, 76133 Karlsruhe, juergen.stude@ekiba. de, ekiba.de