Schlafmöglichkeiten Neuseeland

Luxusurlaub sieht anders aus

Schlafmöglichkeiten in unterschiedlicher Güte

Jugendherbergen als gute Möglichkeit

UNTERKUNFT
Im allgemeinen ist die Bereitstellung von Unterkünften durch die Bauern, zumindest im Raum "Motueka", eher die Ausnahme. Einige wenige Farmer bieten für ca. NZ$ 25,- pro Woche Schlafgelegenheiten an.
Dies sind durchwegs alte Wohnwagen, primitiv ausgestattete Hütten oder im günstigsten Falle neuere Gemeinschaftsunterkünfte. Doch zumeist sind solche betriebseigenen Wohnmöglichkeiten nur in beschränkter Anzahl vorhanden, und somit in erster Linie neuseeländischen Erntehelfern vorbehalten.
Bei meiner ersten Arbeitsstelle kam ich jedoch in den kurzen, aber intensiven Genuss, eine Scheune bewohnen zu dürfen, die mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. So hatte ich die große Ehre, in dieser Villa ganz alleine residieren zu dürfen.

Ich könnte nun Geschichten erzählen, von sanitären Anlagen in denen die Vielfalt der neuseeländischen Insektenwelt zu bestaunen war, von eiskaltem Duschwasser, das mich erfrischte (zumindest solange bis der Hahn aufhörte zu tropfen), und von lieblichen, kleinen Nagetieren, mit denen ich meine Essensvorräte teilte, und die mich nächtens durch ihr ständiges Lauftraining auf dem Dachboden bei Laune hielten. Aber ich will ja schließlich nicht undankbar sein.
Nach fünf solcherart erlebnisreichen Nächten zog ich es jedoch vor, die Gastfreundschaft meines Arbeitgebers nicht weiter zu strapazieren. So begab ich mich, nach täglichen Zwiegesprächen mit meinem Rasierapparat, mit Freude in das YMCA zurück, unter Menschen und zu all den Errungenschaften der zivilisierten Welt.
Diese Herberge ist mit Sicherheit die beste Adresse in ganz "Motueka" und Umgebung. Für den auf sein Geld bedachten Reisenden, versteht sich.

Geführt wird dieser wahre Tempel unter den Herbergen vom rührigen Ehepaar "Wendy" und "John Bishop". "John" ist als "inoffizieller" (böse Menschen würden sagen "illegaler") Arbeitsvermittler bekannt. Er ist mit vielen Farmern der Umgebung in Kontakt, und für diese ist sein Hostel erste Anlaufstelle bei Arbeitskräftemangel.
Das YMCA ist erstklassig eingerichtet, mit großer, modern ausgestatteter Küche, Fernsehraum, Waschmaschinen und guten sanitären Anlagen, die tagtäglich vom Meister persönlich auf Hochglanz gebracht werden. Fast alle Schlafräume sind mit nur zwei oder drei Betten bestückt, und im riesigen Garten stehen genügend schöne Plätze frei, um sich sein Zelt aufzuschlagen, überdies war diese Herberge mit wöchentlich NZ$ 80 für das Zimmer oder NZ$ 50 im Zelt auch noch die billigste Unterkunft in "Motueka".

Den ganzen Herbst hindurch waren ständig an die 20 Jobber untergebracht, und täglich kamen nur einige Touristen hinzu. Somit wurden wir schon beinahe zu einer großen Familie, und es entstanden viele schöne Freundschaften.
Wendy und John teilten mir allerdings mit, dass sie sich voraussichtlich noch vor der Jahrtausendwende in den wohlverdienten Ruhestand begeben werden. So ist für die Zeit danach, unter einem neuen Besitzer, natürlich nicht gesichert, dass diese Adresse auch weiterhin eine exzellente Anlaufstelle für stellensuchende Reisende bleibt. Das YMCA betitelt sich auch noch als BP-Hostel, ist bis dato allerdings nicht im blauen "BP-Hostel-Guide" aufgeführt.

Näheres zu Unterkünften auch in Working Holiday - Neuseeland.

 

 

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