Jenseits von Piccadilly Circus

Londons berühmte Plätze

Noch zu sehen

PICCADILLY CIRCUS / PORTOBELLO MARKET

PICCADILLY CIRCUS (Tube Station: Piccadilly Circus)
Viele Engländer halten Piccadilly Circus nur für einen ständig blockierten Kreisverkehr, aber die riesige Reklame, die abends zu einer Leuchtreklame wird, zieht die Massen an wie ein Magnet.
Den Rock Circus, die Rockstar-Version von Madame Tussaud´s, findet man dort. Mit Infrarot-Kopfhörer hört man die passende Musik zum jeweiligen Rockstar. Am Schluss folgt ein kleines Konzert mit beweglichen Wachsfiguren von Madonna bis zu den Beatles.

 

Außerdem am Piccadilly Circus zu Hause ist der Tocadero. Hier gibt es außer einer Menge Snack-Imbissen noch die Guiness World of Records, das Laser Gun Spiel Quasar, Alien Star Wars, Souvenir Shops, Portraitzeichner, Wahrsager, Trickfotoshops (bei denen man sich in Wildwestkleidung ablichten lassen kann, oder sein Gesicht auf ein Titelbild retuschieren lassen kann), und ein MGM Kino.

"Tower Records", einer von Londons drei CD-Giganten, ist auch am Piccadilly Circus.

LEICESTER SQUARE (Tube Station: Leicester Square)
Das Kinozentrum des Londoner West Ends! Die Premierekinos sind am Leicester Square versammelt, und wie ich im Kaptitel "Entertainment und Excitment" schon erwähnte, ist es nicht ganz billig, sich hier einen Film anzusehen.

Ich bin kein Fan von einem Urlaub bzw. Aufenthalt, bei dem man von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzt, um, wieder zu Hause angekommen, sich die Dias anzusehen, um zu erfahren, was man alles gesehen hat. Ich sehe mir immer nur das an, was mich auch wirklich interessiert. Das liegt, glaube ich, auch daran, dass meine Eltern meinen, wenn man schon mal da ist, muss man auch alles sehen, wer weiß ob man nochmal hinkommt. Als Kind wurde ich immer mitgeschleift, und wehe mir gefiel etwas nicht, dann war ich undankbar und habe alles verdorben. Ich sehe auch heute noch nicht ein, warum ich eine Sehenswürdigkeit unbedingt sehen muss, es sei denn, es interessiert mich wirklich. Aus diesem Grund kommen alte Kirchen und Friedhöfe für mich nicht in Frage. Es gibt aber einige Dinge, die sich der größte Sightseeing-Muffel (zu denen ich heute nur noch teilweise zähle) trotzdem ansehen sollte, manchmal lohnt es sich wirklich. Meine Top Five für London sind:

5... Piccadilly Circus at night
4... Madame Tussaud´s
3... Changing the Guard
2... Big Ben
1... The Tower Bridge

Von den zahlreichen Museen, die es in der Londoner Umgebung gibt, war ich in meiner Zeit in London nur in einem. Da ich mich für Filme interessiere war ich im MOMI:

MUSEUM OF THE MOVING IMAGE (Tube Station: Waterloo)
Das MOMI zeigt die Gesichte des Films von den ersten Anfängen "Beweglicher Bilder" über die Charlie Chaplin-Stummfilmzeit bis zum heutigen Stand. Im letzen Teil des Museums kann man vieles ausprobieren und mitmachen. Man kann sich z. B. interviewen lassen oder wie Superman über die Leinwand fliegen.
Aber nicht nur bei den Museen gibt es eine große Auswahl, eine bei den Einkaufsmöglichkeiten:

Die OXFORD STREET ist London längste Einkaufsstraße, vier Tube Stations sind auf dieser Einkaufsstraße: Marble Arch, Bond Street, Oxford Circus und Tottenham Court Road. Das ständig überfüllte Zentrum konzentriert sich auf das Stück von Oxford Circus bis zur Tottenham Court Road. Die Oxford Street ist tagsüber nur für Busse und Taxis geöffnet, da das Verkehrschaos dort ohnehin schon groß genug ist. Ich habe erlebt, dass Verkehrspolizisten an einer Querstraße der Oxford Street mit Megaphonen die Leute davon abhalten mussten, bei Rot die Straße weiter zu überqueren, damit die Autos und Busse weiterfahren konnten. Umgekehrt kommt es aber genauso vor, dass die Fahrzeuge weiterfahren, obwohl die Fußgänger längst grün haben. Hinter mir standen einmal zwei ältere Damen und wir Fußgänger hatten grün, die Autos fuhren trotzdem weiter. Eine der beiden sagte daraufhin zu ihrer Freundin: "Look the green man is on and the cars keep going. That´s bad!" Das kam in diesem Moment gut rüber. Fußgänger in London halten sich in den seltensten Fällen an Rot und Grün. Und um ganz ehrlich zu sein, in England habe ich das auch nicht getan.

In der Oxford Street sind neben einigen Banken, verschiedenen Buchhandlungen und Souvenirgeschäften zahlreiche Modeshops von riesigen Geschäften wie Topshop Topman und Miss Selfridge bis zu kleineren wie Sterling Cooper vertreten. Topshop Topman, ein großes Geschäft mit riesigen Videoleinwänden und eigenem Haus-DJ, bietet die neueste Mode zu günstigen Preisen an. Ebenso wie Miss Selfridge, ein Teenie-Paradies, allerdings ohne Videoleinwände, das schnell die Preise senkt, um Platz für die neuen Kollektionen zu machen. Schuhgeschäfte gibt es auch reichlich, auch ausgeflippte Schuhe. Warenhäuser und Fastfoodketten sind ebenfalls in der Oxford Street. Und last but not least die anderen zwei CD-Giganten HMV und Virgin Megastore, Paradiese für jeden Musik- und Videofreund. In beiden Geschäften gibt es je eine große Etage mit Videofilmen, auf den beiden anderen Etagen werden hauptsächlich CD´s angeboten, aber es gibt auch eine große Auswahl an Musikkassetten. Schallplatten bekommt man auch noch. Es gibt nicht nur Mainstream, auch Klassik, Jazz, usw. Günstige Schnäppchen macht man aber meistens nur bei den vielen verschiedenen Sales. Irgendetwas ist immer im Angebot. Videos bekommt man z. B. schon ab 5 Pfund, und nicht etwa nur die Ladenhüter. Bei den neueren Vidoeofilmen sollte man allerdings aufpassen, die sind eventuell in kleineren Geschäften günstiger. Ich habe mal einen relativ neuen Film statt für 16 Pfund bei HMV für 8 Pfund bei WH Smith (eigentlich ein Buch, Zeitungs- und Bürobedarf, mit nur einer kleinen Auswahl an CD´s und Videos) bekommen.

Viel kleiner als die Oxfort Street ist die KENSINGTON HIGH STREET (Tube Station: Kensington High Street). Dementsprechend sind auch die Geschäfte kleiner. Nichtsdestotroz eine beliebte Einkaufsstraße. Dort findet man auch Antiquitäten und ausgeflippte Mode. Im Kensington Market, einem Indoor Market, gibt es durchsichtige Plastikhosen, leuchtend bunte Baumwollhosen, Second-Hand oder Leder. In der ersten Etage ist ein Friseur für flippige Frisuren in allen Farben und Formen. Es gibt noch einen weiteren Indoor Market auf der Kensington High Street und verschiedene andere Geschäfte für Arvangardisten.

Etwas teurer ist es in der REGENT STREET (Tube Station: Piccadilly Circus). Außerdem in dieser Straße, die Soho und Mayfair trennt: The Disney Store! Gleich am Eingang steht jemand, der jeden Kunden mit "Welcome to the Disney Store" begrüßt. Im Geschäft ist eine riesige Leinwand, auf der den ganzen Tag Ausschnitte aus Disneyfilmen zu sehen sind. Außer den Disneyartikeln gibt es jetzt auch ein Reisebüro im Disney Store. Wenn man wieder geht, wird man vom "Türsteher" wieder verabschiedet. Nur ein paar Häuser weiter ist das Warner Bros. Studio Store. Das Gleiche, nur mit Warner Bros. Charakteren. Das Warner Store ist ein bisschen größer und aufwendiger aufgemacht. Mit Glasaufzug (für Erdgeschoss und 1. Etage!), und vielen Plastiktrickfiguren in Lebensgröße. Ein weiteres Paradies nicht nur für Kinder ist Hamleys "the worlds largest toystore". Auf sechs Etagen findet man alles, was auf dem Spielzeugmarkt angeboten wird, mittendrin sind immer die Verkäufer, die vorführen und auch zum Ausprobieren einladen. Auf der Straßenseite gegenüber ist ein winzig kleines Geschäft, das auch sehr begehrt ist, der "Teddy Bear Shop".

Ein neues Shopping Centre in einem alten Gebäude ist Whitleys in BAYSWATER (Tube Stations: Queensway und Bayswater). Gleich im Erdgeschoß ist ein Springbrunnen. Sonst gibt es verschiedene kleinere Geschäfte (Mode, Musik, Bücher, usw.) im Erdgeschoss und der 1. Etage, unter anderem auch ein Geschäft in dem ich mich immer wieder gerne umsehe: "The Edge". Dort gibt es eine Auswahl von lustigen Souvenirs bis zu Kaugummiautomaten, Massagesessel, Aquarien mit künstlichen Fischen, die schwimmen. Kaufen würde ich zwar nichts, aber es macht Spaß, sich dort umzusehen. Ich hatte mich einmal mit Cirami in Bayswater verabredet und sie kam und kam nicht. Erst habe ich gelesen, aber das wurde mir zu langweilig, also schlenderte ich durch Whitleys. Irgendwann war ich im "Edge", als sie plötzlich auftauchte und meinte: "Ich wußte doch, dass ich Dich hier finde." In der zweiten Etage des Shopping Centre´s sind verschiedene Restaurants, auch Fast Food, und Londons erstes Multiplex, das UCI Whitleys mit acht Leinwänden.

Beim Shopping in London darf man HARRODS (Tube Station: Knightsbridge) natürlich nicht vergessen. In dem alten weltberühmten Kaufhaus, das auch ins Haus liefert, bekommt man so ziemlich alles. Allderdings muss man dafür auch einiges hinblättern, für ihre günstigen Preise sind sie nicht bekannt. An jedem der zahlreichen Eingänge steht ein Guard. Ich wollte einmal mit einem Rucksack über der Schulter rein, da hat der Guard gleich Einspruch erhoben. Es muss alles in der Hand getragen werden, man könnte sonst aus Versehen die Kostbarkeiten umstoßen.

Viele Touristen kaufen eine Kleinigkeit, um mit einer Harrods-Tüte nach Hause zu gehen. Beliebt wegen der Delikatessen sind die "Food Halls", die große Lebensmittelabteilung von Harrods.

COVENT GARDEN (Tube Station: Covent Garden) war früher einmal ein Blumen- und Gemüsemarkt, bekannt geworden durch die "My Fair Lady"-Vorlage "Pygmalion". Heute ist es immer noch ein Markt, allerdings mit Kunst, Textilien, Schmuck, etc. Es haben sich aber auch Geschäfte und Resturants dort angesiedelt. Covent Garden ist vor allem Anziehungspunkt wegen der Künstler, die dort auftreten. Musiker, Pantomimen und Zauberer kann man hier hautnah erleben. In den meisten Fällen werden die Zuschauer mit einbezogen, d. h. der Akteur holt sich Freiwillige aus dem Publikum. Tony aus meiner Klasse bei Desmond ist auch in Covent Garden aufgeteten. Es ist eine Tradition für viele Künstler, dort aufzutreten. Um die Genehmigung zum Auftritt zu bekommen, muss man sein "Stück" einer Kommission vorführen. Tony erzählte mir, es wird nicht so sehr darauf geachtet, was der Künstler kann. Wichtig ist, dass man keine Sauereien bringt und vor allem nichts gegen die Queen sagt. Wenn alles in Ordnung ist, bekommt man verschiedene Termine mit Uhrzeiten, an denen man auftreten kann, da die Plätze sehr begehrt sind. Dass nicht so sehr auf Talent geachtet wird, heißt aber nicht, dass in Covent Garden nur irgendwelche Loser auftreten, die nichts können. Die meisten haben schon was drauf. Es gibt aber wie überall auch Ausnahmen. Desmond erzählte uns, er war mit seiner Tochter in Covent Garden ein Eis essen. Zu diesem Zeitpunkt versuchte ein Clown, die Leute anzulocken, ohne Erfolg. Er war nicht gut oder seine Nummer war nichts, ich weiß es nicht, jedenfalls, als der Clown merkte, dass er es nicht schaffte, jemanden für sich zu interessieren wurde er wütend. Er zog seine Hose runter und strecke den Leuten seinen nackten Hintern entgegen. (Hätte er das vor der Kommission gemacht, hätte er niemals auftreten dürfen.) Ich habe so etwas leider/Gottseidank nicht erlebt. Ich habe immer gute Künstler gesehen. Viele Pantomimen bringen die bekannte "Roboter-Nummer". Im Sommer kann man in Covent Garden auch Kutschfahrten unternehmen. Covent Garden ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

CHINATOWN (Tube Station: Piccadilly Circus/Leicester Square)
Außer der erlebnisreichen Feier beim "Chinese New Year" einmal im Jahr gibt es in Cinatown chinesische Souvenirshops, Supermärkte und Restaurants.

PETTICOAT LANE MAR-KET (Tube Station: Aldgate East)
Dieser Markt ist ein "Sunday Market", er ist nur sonntags geöffnet. Dort gibt es billige Mode, Haushaltsgeräte, Handtücher und auch Lederwaren.
Ich erinnere mich immer noch an den älteren Herrn, der seine Taschentücher "three for one pound" loswerden wollte. Wenn etwas zu teuer ist, wird hier gehandelt. "What´s your best price on this?"

PORTOBELLO MARKET (Tube Station: Notting Hill Gate)
Obwohl dieser Markt auch in der Woche geöffnet ist, ist Samstag der beste Tag, um sich dort umzusehen. Am Wochenende sind dort die meisten Stände. Auf dem Portobello Market bekommt man (fast) alles. Auch hier wird gehandelt, wie auf allen Märkten üblich.
Es gibt außerdem noch einen täglichen Gemüsemarkt. Für Touristen zwar nicht so interessant, aber für alle, die länger in London leben, eine günstige Einkauf-squelle.

Außer diesen beiden Märkten gibt es noch viele andere. Ich kann sie gar nicht alle aufzählen. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich den Visitors Guide von Time Out empfehlen. Es sind nicht nur sämtliche Märkte Londons aufgelistet, in der Rubrik Shopping findet man weiterhin viele Geschäfte nach Kategorien geordnet (Mode, Bücher, Kaufhäuser, Hi-Fi, Computer).

Sehenswerte Sights, Museen, Friedhöfe werden ebenso erwähnt wie Wein-Bars, Pubs, Restaurants und Cafes. Es wird im übrigen nicht nur alles aufgelistet, es wird auch bewertet, ob es sich lohnt hinzugehen.

Genau wie in dem wöchentlichen Time Out erfährt man auch etwas über Szenetreffs und bekommt einige Insidertipps.
Für Filmfans wie mich gibt es übrigens ein paar Mal im Jahr "Film Fairs". An den verschiedenen Ständen gibt es Filmposter, Autogramme, Stills und alte Filmmagazine. Wer interessiert ist, Presse beachten, in "Film Review" werden diese Fairs immer rechtzeitig angekündigt.

Nun zum letzten Thema der Shoppingtour: Bücher! Buchhandlungen gibt es in London wie Sand am Meer. Einerseits die großen Ketten wie Books etc. und Dillons, es gibt aber noch viele Spezialisten, die sich auf ein bestimmtes Thema konzentriert haben, und Clearance Stores. In den letzteren werden einem die Bücher nachgeschmissen. Das Sortiment ist aber begrenzt, da es das einzige Ziel dieser Geschäfte ist, die Bücher loszuwerden. Wer etwas ganz Bestimmtes sucht, wird es hier wahrscheinlich nicht finden. Für Secondhandbücher und Antiquarien ist Cecil Court bekannt. In dieser kleinen Straße, in unmittelbarer Nähe der Leicester Square Tube Station, befinden sich ausschließlich kleine Buchhandlungen.