FSJ im OP

FSJ im Krankenhaus

Nach Schulabschluss Arbeit als Krankenpfleger

Freiwiligendienst in der Pflege

Wir arbeiten im Wechsel - jede ein halbes Jahr in der gynäkologischen Abteilung und die andere Hälfte im Aufwachraum. So lernen wir zwei völlig unterschiedliche Bereiche kennen.

Oben im 3. Stock auf der Gyn (=Fachjargon) nehmen wir die neuen Patientinnen auf und betreuen sie, bis sie nach Hause dürfen. Auf der Wochenstation bedeutet das, dass ich morgens die Betten mache, mit Getränken durchgehe, Tees koche, Vitalzeichen messe, Thromboseprophylaxestrümpfe an Risikopatientinnen verteile und Essenskarten schreibe. Auch Botengänge ins Labor, oder Archiv und das Auffüllen der Bestände zählen dazu.

Auf der Nachbarstation sind die Aufgaben vielfältiger. Die Patientinnen haben dort zumeist Krebs, oder kommen wegen Abschabungen oder Inkontinenz. Viele der Frauen haben größere Operationen und müssen wachsam betreut werden.
Zu den Tätigkeiten, die "auf der Woche" zu meinem Aufgabenbereich gehören, kommen hier noch andere hinzu, wie beim Waschen und Essen helfen, auch öfters mal den Topf wechseln, Kamillespülungen für "untenrum" verabreichen und OP-Betten richten, sowie die Neuaufnahme von Patientinnen. Auch bei einer Geburt war ich dabei, mit Händchen halten und allem (der Vater hat sich nicht getraut). Auch im Kinderzimmer war ich schon.

Der Aufwachraum ist eine ganz andere Welt. Hier steht nicht die Pflege im Vordergrund, sondern eine intensive Betreuung und Überwachung der Patienten nach einer Operation. Meine Hauptaufgaben sind Vitalzeichen zu überprüfen und Protokolle zu schreiben. Mit der Zeit kommen noch andere Dinge hinzu.
Manche Patienten, mit kleinen OPs, erholen sich sehr rasch und dürfen schon bald wieder auf die Station. Bei anderen hingegen kann es Probleme geben und zu Komplikationen kommen, wie z.B. zu hoher Blutverlust, Kreislaufprobleme, zu geringe Ausscheidung. Ältere Menschen sind nach der OP auch häufig geistig völlig weggetreten.

Die Zeit im Aufwachraum hat mir sehr gut gefallen. Mein Team war klasse und hat immer hinter mir gestanden. Ich durfte auch öfters bei OPs zuschauen, wie z.B. Kaiserschnitte, Kardioversionen, oder Darmresektionen. Ich komme jetzt dann auf die Woche, aber eigentlich möchte ich hier bleiben. Es ist einfach toll hier.
Olivia und Sarah

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